
ISBN: 978-3-527-32578-8
1. Auflage - September 2010
337 Seiten
Gebunden. 24,90 Euro
Siemens, Lilienthal, Celsius, Linné und Humboldt - sie alle waren große Erfinder und Forscher. Aber wussten Sie auch, dass Sie gleichzeitig Gottesmänner waren? Von Gregor Mendel und Sebastian Kneipp ist dies bis heute bekannt. Der eine legte mit seinen Kreuzungsexperimenten die Grundlagen für die Vererbungslehre. Der andere wurde bekannt für seine Wasserkuren. Die Kirche als Ort naturwissenschaftlicher und technischer Forschung und Erkenntnis, ist das kein Widerspruch?
In der Tat stammen viele Entdeckungen und Erfindungen von Mönchen, Priestern und Pfarrern. Viele widmeten sich der Erklärung der Welt, begeisterten sich für Technik und erforschten Rätsel zwischen Himmel und Erde. Es überrascht wenig, dass die Kirche Pioniere in der Bierforschung hervorbrachte. Aber gleichzeitig gab es Gottesmänner, die das Schwarzpulver erfanden, die den Lauf der Planeten aufspürten, Sonnenflecken entdeckten und Mondfinsternisse vorhersagten und mathematische Symbole ersannen.
Eckart Roloff widmet sich in "Göttliche Geistesblitze" diesem Thema und stellt das Leben einiger der interessantesten Geistesmänner und ihre Erfindungen vor. So erfährt man von Athanasius Kircher, der zu Magnetismus experimentierte, im Vatikan eine der ersten Kollektionen von wissenschaftlich-technischen Objekten aufbaute und Handlungsanweisungen für den Umgang mit Infektionen verfasste. Roloff erzählt von Jacob Christian Schäffer, der die (mechanische) Waschmaschine erfand und mit der Papiererzeugung aus Pflanzenfasern experimentierte. Er berichtet von Claude Chappe, dem Erfinder der optischen Telegrafie, von Experimenten mit Blitzableitern und natürlich von Gregor Mendel und Sebastian Kneipp. Und er erklärt die faszinierenden Wechselwirkungen zwischen Kirche und Wissenschaft - angefangen von den Schreibstuben in den Klöstern bis zur Diskussion über Kondome, SMS und Twitter.