
ISBN: 978-3-527-32752-2
1. Auflage - Mai 2010
240 Seiten, 213Abb. (167 Farbabb.)
Hardcover, 29,90 Euro
Nein, mit "Chemische Köstlichkeiten" sind weder ein kräftiger Schluck Ammoniaklösung noch ein gehäufter Löffel Zinkpulver gemeint. Vielmehr tischt Klaus Roth hier zahlreiche Köstlichkeiten auf, die ohne das Zutun der Chemie kaum genießbar wären, wie beispielsweise eine Sauce hollandaise, ein Glas Champagner, das Brot oder Frühstücksei. Schließlich könnte auch ein Paul Bocuse keine Mayonnaise zaubern ohne die speziellen Reaktionen zwischen Eigelb, Öl und Wasser.
Mit kaum zu bremsender Lust am Fabulieren erzählt der Chemiker Roth, der bereits mit dem Schriftstellerpreis der Gesellschaft Deutscher Chemiker ausgezeichnet wurde, von allerlei Skurrilem und Faszinierendem aus unserem Alltag. Übrigens löst er hier auch das Rätsel, warum der zu tiefe Blick ins Glas nicht selten ein böses Erwachen am nächsten Morgen zur Folge hat.
Der wunderbar humorvolle Band illustriert auch, dass musikalische Genüsse mitunter ohne die traditionelle, aber auch die Hochtechnologie-Chemie nicht denkbar sind: So pflegen Besitzer von Stradivari-Geigen die Rosshaare der Bögen von jeher mit Kolophonium, einem speziell veredelten Baumharz; und die Beschichtung von CDs und DVDs ist nichts anderes als ein ausgefeilter Chemiekomplex. Mit seinem Gespür auch für abseitige chemische Themen hat Klaus Roth schließlich auch recherchiert, was Koran und Thora über die chemische Produktion sagen oder was die Olympischen Spiele mit der Stöchiometrie zu tun haben.